Was Sie sehen
Die Shamisen und die Tänze, die Sie sehen werden
Yamatogaku, die Schule, in der die Musikerinnen von Asakusa ausgebildet werden, der Tanz, der eigens für dieses Viertel geschaffen wurde, und wie man einem dreisaitigen Instrument, das man wahrscheinlich noch nie live gehört hat, wirklich zuhört.
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| Element | Was es ist |
|---|---|
| Jikata | Die Musikerin, die im selben Raum sitzend Shamisen spielt |
| Yamatogaku | Die Musikschule, in der die Jikata von Asakusa ausgebildet werden, gegründet 1933 |
| Asakusa Meibutsu | Ein Tanz für dieses Viertel, der auf lokale Wahrzeichen Bezug nimmt |
| Sawagi | Ein saisonales Abschiedslied, meist von erfahrenen Geisha getanzt |
| Shamisen-Größen | Drei Korpusgrößen ergeben drei unterschiedliche Klangregister, wie eine kleine Orchestergruppe |
Die Shamisen ist nicht ein Instrument, sondern drei
Eine Shamisen ist eine dreisaitige, bundlose Laute, die mit einem großen Plektrum gespielt wird, und die Musikerinnen von Asakusa arbeiten mit drei Korpusgrößen, die deutlich unterschiedliche Klangfarben erzeugen – dünner und heller, mittelschwer oder tief und voll. Sie live aus wenigen Schritten Entfernung zu hören, statt als Hintergrundmusik in einem Restaurant, ist genau der Unterschied, den dieser Abend eigentlich verkauft: Sie können beobachten, wie das Plektrum die Saiten trifft, und hören, wie die Akustik des Raumes den Klang formt.
Yamatogaku: eine Schule, die zwei Traditionen verbindet
Die Jikata von Asakusa werden in Yamatogaku ausgebildet, einer 1933 gegründeten Schule der japanischen klassischen Musik, die bewusst japanische und westliche musikalische Einflüsse verbindet, statt sich strikt an ältere Hof- oder Theatertraditionen zu halten. Das ist einer der Gründe, warum ein Ozashiki in Asakusa einen eigenen Klang hat, der sich von dem in einem anderen Hanamachi unterscheidet.
Ein Tanz, der für dieses Viertel geschaffen wurde
Zu den Stücken im Repertoire von Asakusa gehört Asakusa Meibutsu, ein Tanz, der eigens für diesen Hanamachi komponiert wurde und auf Bezüge zum Viertel selbst aufbaut – seine Wahrzeichen und seine Identität, statt ein generisches klassisches Stück zu sein, das überall dort, wo Geisha arbeiten, identisch aufgeführt wird. Wenn Sie diesen Tanz sehen, betrachten Sie etwas, das für die Straßen vor der Tür geschrieben wurde, kein Gastspielstück.
Sawagi und die Idee eines saisonalen Repertoires
Sawagi ist ein älteres Abschiedslied, dessen Darbietung sich mit der Jahreszeit ändert und traditionell von erfahrenen, voll ausgebildeten Geisha (Ippon) getanzt wird und nicht von neueren Darstellerinnen. Seine Präsenz im Repertoire erinnert daran, dass ein Ozashiki-Programm nicht festgelegt ist – was Sie an einem Frühlingsabend sehen und was Sie im Herbst sehen, ist selbst im selben Teehaus nicht identisch.
Wie man wirklich zuschaut
Sie müssen das Repertoire nicht kennen, um beim Zuschauen etwas mitzunehmen. Achten Sie eher auf die Fußarbeit als auf das Gesicht – der klassische japanische Tanz erzählt seine Geschichte vor allem durch kontrollierte, bewusste Fuß- und Handbewegungen statt durch Mimik. Achten Sie auch darauf, wie nah die Musikerin bei der Tänzerin sitzt: In einem Raum dieser Größe führen die beiden gemeinsam ein einziges Stück auf, statt sich aus der Ferne zu begleiten.